Austausch mit dem NABU

Bild: Karte mit Naturschutzgebiet Pfullinger Echazaue (rotumrandet) Die rötlichen Flächen sind im Eigentum des Nabu und die grünlichen Flächen sind von der Stadt Pfullingen gepachtet, graue Flächen sind in Privatbesitz.

Beim März-Stammtisch der GAL Pfullingen im Jahnhaus stand der Austausch mit der NABU Ortsgruppe Pfullingen auf dem Programm.

Im Namen der GAL begrüßte Jutta Kraak das NABU-Vorstands-mitglied Felix Reyhl sowie die zahlreichen Anwesenden.
Der NABU wurde 1899 in Stuttgart gegründet und gehört heute zu den größten Umweltverbänden Deutschlands mit Bundesweiten Gruppen und internationaler Vernetzung. Die Pfullinger Gruppe weist mehr als 350 Mitglieder auf, wobei der aktive und mitarbeitende Anteil deutlich niedriger ausfällt, schmunzelt Reyhl. Der Arbeitsschwerpunkt der Pfullinger NABU-Gruppe liegt im Naturschutzgebiet Echazaue, erläutert der Ehrenamtler und zeigt die Flächen auf einer auf dem Tisch liegenden Karte.

Ziel der NABU-Ortsgruppe ist es, die Flächen naturnah zu entwickeln, berichtet Felix Reyhl, und hierbei gilt es den Spagat zwischen dem Landschaftscharakter Auen und Streuobstwiesen zu meistern. Die Echazauen zwischen Pfullingen und Unterhausen sind mit den Bernauer Teichen und den Wasserfallen sowie den bewässerten Streuobstwiesen durchaus eine Besonderheit.

Um die Streuobstwiesen zu erhalten, pflegt Reyhl selbst 30 Bäume, mäht das Gras und schneidet Hecken. In den Auen-flächen müssen dagegen hohe standortfremde Bäume gefällt werden. In den Auengebieten finden sich inzwischen zahlreiche
Amphibien, da es durch die nicht mehr vorhandene Fischzucht nun weniger Räuber gibt.

Dafür gibt es den Biber, erzählt Reyhl und berichtet, dass ein Einzeltier schon länger in den Echazauen aktiv ist und schon früher Bäume gefällt hat. Doch inzwischen sind es 2 Tiere und daher wird auch bald mit Nachwuchs gerechnet. Dies schließt Reyhl aus den Biberbauten, deren Standort er nicht präzisieren wollte. Die Baumaßnahmen der Biber werden bereits vom Biberbeauftragten des Regierungsbezirkes Tübingen
beobachtet.

In der anschließenden Diskussion kam die Problematik der freilaufenden Hunde im Naturschutzgebiet – insbesondere zwischen März und Mai wegen der Bodenbrüter – sowie die Mistelproblematik zur Sprache. Die Misteln lieben Pappeln, die jedoch aufgrund Ihrer Größe nicht von den Misteln zu befreien sind. Von dort aus greifen sie auf Obstbäume über, was eine echte Gefahr für die Bestände darstellt.

Die GAL-Pfullingen, vertreten durch Gabi Uhlhorn bedankt sich bei Felix Reyhl für die interessanten Informationen mit einem kleinen Geschenktäschle und mehrere Gäste haben bereits angekündigt, den einen oder einen vom NABU angebotenen Termin wahrzunehmen. (AS)