GAL Pfullingen lädt zum Austausch über ÖPNV und Stadtbus ein

Beim September-Stammtisch der GAL Pfullingen im alten Bahnhof stand der Austausch über den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Stadtbus im Mittelpunkt. Anke Burgemeister, die Pfullinger Vertreterin im Fahrgastbeirat der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft (RSV), berichtete über aktuelle Themen und Entwicklungen.

Der Fahrgastbeirat, der 2021 ins Leben gerufen wurde, trifft sich zwei- bis dreimal jährlich, um Anregungen zur Verbesserung des Busverkehrs des RSV zu diskutieren und Schwachstellen zu identifizieren. Die Protokolle der Sitzungen sind für alle über die Reutlinger Homepage unter der Rubrik „Fahrgastbeirat“ zugänglich. Auch die E-Mail-Adresse des Fahrgastbeirates ist dort zu finden, um Anliegen mitzuteilen.

Frau Burgemeister hob hervor, dass das RSV-Angebot erfreulicherweise inzwischen auch in Google Maps sichtbar ist. Ein weiterer positiver Punkt ist der „Ticketfreie Samstag“, der zu einem deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen von über 22% geführt hat.

Ein aktuelles Diskussionsthema im Fahrgastbeirat sind „Rauchfreie Haltestellen“. In Reutlingen wurden schon Plakate, mit der Aufforderung: „Bitte im überdachten Wartebereich nicht rauchen“ aufgehängt. Es wird geprüft, ob das für die Pfullinger Haltestellen auch möglich ist. Das Land Baden-Württemberg erarbeitet derzeit eine Neufassung des Nichtrauchschutzgesetzes, die vorsieht, künftig auch Bus- und Straßenbahnhaltestellen als „Rauchfreie Zonen“ auszuweisen.

Ein weiteres Thema ist die Busbeschleunigung/Busbevorrechtigung. Hier sollen neue Maßnahmen z.B. an der Lichtsignaltechnik zu mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit führen und somit die Attraktivität des ÖPNV erhöhen.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Barrierefreiheit noch verbessert werden muss. Ein Teilnehmer im Rollstuhl berichtete, dass die Rampen zu den Bussen oft durch verklemmte Griffe nur schwer zu bedienen sind. Für Pfullingen besteht insbesondere am Laiblinsplatz noch erheblicher Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Barrierefreiheit, da das Ein- und Aussteigen mit Rollstuhl dort nur sehr schwierig bis gar nicht möglich ist. Es wird eine Lösung z.B. durch eine Rampe, gewünscht.

Anke Burgmeister versprach, die genannten Punkte in die nächste Sitzung des Fahrgastbeirates einzubringen.